Freikirche

Freikirche

 

 

 

 

 

 

Was ist eine Freikirche?

Wenn man in Österreich über Kirche spricht, meint man meistens die Katholische Kirche oder ein Kirchengebäude, wie z.B. den Stephansdom. Wir wollen uns darauf einigen, dass wir unter dem Begriff "Kirche" eine Gemeinschaft von Gläubigen in Form einer Organisation verstehen. So kennen wir in Österreich auch noch die Evangelische Kirche (A.B. und H.B.), die Orthodoxe Kirche, usw.

Diese Art von historischen Kirchen bezeichnet man als Volkskirchen. In Österreich stellen die Mitglieder der Volkskirchen den größten Teil der Bevölkerung dar und die Anzahl der "Freikirchler" ist im Verhältnis dazu sehr gering. Weltweit gesehen machen die Anhänger von Freikirchen aber einen hohen Prozentsatz der Christen aus. In manchen Ländern gibt es sogar mehr Menschen die sich zu den Freikirchen bekennen als zu den Volkskirchen. Dieser Umstand ist abhängig von der Geschichte des jeweiligen Landes bzw. Kontinents. Zusätzlich kommt in Österreich auch der Hang zur Tradition zum Tragen. Was schon lange besteht, genießt mehr Vertrauen, auch wenn man sich vielleicht überhaupt nicht mehr damit identifizieren kann.

Rechtlich und organisatorisch vertreten die Freikirchen dem Staat gegenüber das Prinzip der Selbstfinanzierung und Selbstverwaltung und heben auch keine Kirchensteuer ein.
Freikirchen sind deshalb nichts Besonderes und Anderes, sondern im Gegensatz zu den alten Volkskirchen lediglich Kirchen, die von Gründung an, eine staatsunabhängige Verwaltung haben. In Ländern, wo es nie ein Staats- oder Nationalkirchentum gab sind auch die Anglikanische-, die Römisch-Katholische- oder die Evangelisch-Lutherische Kirche daher Freikirchen.
Die Entstehung der Freikirchen geht geschichtlich auf die 2. Hälfte des 16. und auf das 17. Jahrhundert zurück.

www.freikirchen.at